H1N1, oder im Volksmund Schweinegrippe(Ich mag diese Wort nicht, es ist mittlerweile zu sehr konnotiert). Was zuerst als Lückenbüßer im alljährlichen Sommerloch herhalten musste (neben einem gepanzerten schneeweißen Oberklassewagen, der spurlos in Spanien verschwand) scheint nun doch vor der Haustür zu stehen. Eigentlich hatte ich beabsichtigt, mich so lange wie möglich aus dieser Diskussion herauszuhalten, aber aus gegebenem Anlass klinke ich mich an dieser Stelle unverbindlich ein.
Zunächst ein Bekenntnis: Ich bin geimpft. Und ich lebe noch. Ist der Impfstoff also doch anderer Natur als Bielefeld? Kein KGB, CIA, und MOSSAD? Keine Aliens? Keine Verschwörung der Bundesregierung mit der hintergründig alles kontrollierenden Pharmaindustrie? Augenscheinlich nicht. Tatsache ist, dass der „neue“ Impfstoff eigentlich gar nicht neu ist. Grippeviren sind es ja auch nicht. Wenn man also eine Greigentlich gar nicht neu ist. Grippeviren sind es ja auch nicht. Wenn man also eine Grippe mit einem Impfstoff bekämpfen kann, kann man aus den Unterscheiden zwischen den Grippeviren auch die nötigen Veränderungen ableiten, die nötig sind um einen Impfstoff auf das neue Virus zuzuschneiden. Deswegen ist die gern propagierte Position, der Impfstoff sei a) wirkungslos und/oder b) voll von unberechenbaren Nebenwirkungen, weil nicht getestet, ausgemachter Blödsinn. Da der Impfstoff in seiner wirkweise praktisch parallel zu bekannten Wirkstoffen aufgebaut ist, sind auch seine (eher vernachlässigbaren) echten Nebenwirkungen die gleichen, eine aufwendige Studienreihe wie bei einem völlig neuen Medikament ist von vorneherein nicht nötig gewesen.
Und was ist mit den gerne ins Feld geführten Nebenwirkungen? Diese sind nicht dem Impfstoff selbst zuzuschreiben, sondern einem Zusatzstoff, der als Wirkverstärker agiert, und der auch in vielen andern Impfstoffen enthalten ist. Wer sich schon mal gegen Grippe hat impfen lassen, kennt das: Abgeschlagenheit, Kreislaufbeschwerden und Übelkeit in unterschiedlichen Ausprägungen. Keine große Sache, und nichts, was sich im Allgemeinen nicht nach einem Tag auskuriert hätte. Ein guter Deal im Vergleich zu ein bis zwei Wochen Krankheit mit einer echten neuen Grippe.
Und warum gegen H1N1 impfen lassen? Naja auch das ist leicht erklärt: H1N1 ist zwar mit der gewöhnlichen Wintergrippe verwandt, aber dennoch unterschiedlich genug, als dass das körpereigene Immunsystem ihn nicht mit seinen Mitteln bekämpfen kann, die es gegen die normale Grippe anwendet, mit der es praktische jeden Tag zu tun hat. Ich kann in diesem Sinne jedem ans Herz legen, vor allem denen die Täglich mit vielen Menschen Kontakt haben, wie Schülern, Studenten und Nutzer des ÖPNV zu Stoßzeiten, sich die Impfung verabreichen zu lassen, denn die neue Grippe verbreitet sich schlussendlich schneller und aggressiver als die gewöhnliche. Ist man über 10 und unter 60 Jahre alt, ist die ganze Sache mit einem einzelnen Stich gehalten. Der Impstoff wird jeweils zu 10 Dosen ausgegeben, daher muss man sich bei einem impfenden Arzt in eine Warteliste eintragen lassen, vorausgesetzt, es ist niemand kurzfristig abgesprungen, sodass eventuell eine Dosis „frei geworden“ ist. Und kosten tut der ganze Spaß auch nichts. Außer 10 Minuten, einem Autogramm und einem kleinen Piks.
Wenn man es dann noch auf die Reihe bekommt, soviel Körperkontakt wie möglich zu vermeiden, etwa bei Begrüßungen, sicippe mit einem Impfstoff bekämpfen kann, dann kann die neue Influenza eigentlich kommen. Kein Grund zur Panik.
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Ich war heute im Supermarkt und habe dort 3 Filme abgeholt, die ich in Barcelona belichtet habe. Dafür, dass es praktisch meine erste Film-Arbeit ist, finde ich die Ergebnisse durchaus zufriedenstellend, auch wenn Großlabor und Billig-Film aus der Drogerie durchaus ihre Spuren hinterlassen haben.
Hier gibt es jeden tag eins der Bilder
Für die Interessierten: Alle Bilder sind mit einer Agfa Selectronic 3 und einem 50mm 1:1.4 Objektiv aufgenommen, auf Rossmann-Billigfilm (35-100) mit ASA 200
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Am 30. und 31. Oktober fand in Kiel die Vollversammlung des Deutschen Bundesjugendrings statt. Delegierte aller Jugendverbände treffen sich in diesem Rahmen jährlich, um die Positionen ihrer Organisationen in eine Diskussion einzuwerfen, die in der politischen Landschaft Deutschlands durchaus gehört wird. Kein Wunder bei über, bei weit über 5,5 Millionen Jugendlichen die über ihre Verbände im Bundesjugendring vertreten sind, die nicht mitgezählt, die in Verbänden der Länder organisiert sind und durch die Landesjugendringe vertreten werden. Eine Diskussion die regelmäßig Ergebnisse ausspuckt: Stellungnahmen, Aufforderungen zum Handeln, konkrete Projekte. Tagesaktuell war an diesem Wochenende gewiss der Koalitionsvertrag, der in einigen Punkten deutliche Schritte nach vorne ankündigt, in anderen aber auch, gerade unter den Gesichtspunkten Jugendlicher, zu wünschen übrig lässt. In aller Deutlichkeit wurde er in der Kieler Erklärung aufgegriffen und einstimmig bewertet. Nicht weniger brisant ist die Situation um die Frage von Jugend und Medien in all ihren Facetten und auch hier hat der Bundesjugendring in fundierter und langwieriger Arbeit ein Grundsatzpapier entwickelt und einstimmig beschlossen, dass eine Arbeitsgrundlage für eine fruchtbringende Diskussion in den nächsten Monaten und Jahren darstellt.
Die Sitzung war eine Sitzung der Auf- und Umbrüche: Neue Koalition, ein neues Vollmitglied und eine neuer Vorstand. Die Delegierten durften weiterhin miterleben, wie dem scheidenden Vorsitzenden, Detlef Raabe die erste Jugendleiter/innen Card der neuen Generation übergeben wurde, was auch in diesem Projekt des Bundesjugendringes einen wichtigen Meilenstein darstellt. Treffende Worte fand darüber hinaus in ihrem Grußwort Dr. Silke Berg: „Jugendverbände sind Teil der Erfolgsgeschichte unserer Demokratie“.
Allen beteiligten stehen Jahren intensiver Arbeit ins Haus, aber wenn wir es richtig anpacken und unsere Chancen nutzen, können es Jahre werden die uns weit nach vorne bringen!
Wer nachlesen möchte, was in Kiel passiert ist, kann das hier tun:
Außerdem findet ihr auf der Homepage des DBJR alles weitere zu seiner Arbeit
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Wer wartet mit Besonnenheit / Der wird belohnt zur rechten Zeit / Nun, das Warten hat ein Ende / Leiht euer Ohr einer Legende! Weder bescheiden noch informell fällt das Wiederhören mit Lindemanns Mannen aus. Warten mussten wir schließlich lange genug, vier Jahre sind seit Rosenrot ins Land gegangen, und umso Epochaler kündigt sich nun die neue Platte von Rammstein an, sobald der CD-Player sie gierig verschlungen hat und die Boxen wahrhaft zum Leben erwachen.
Wie immer sind es elf Tracks, die das eigentliche Album ausmachen, jeder von ihnen trifft die Gehörgänge mit musikalischer, stimmlicher und inhaltlicher Wucht. Auch altbekannt ist die Vielfalt der Stile, die einfließen in das Gesamtwerk, von schwermetallischen Einschlägen (wörtlich!) über Industrial bis hin zu all dem, was eine Rockballade ausmacht, und durch die sich die Titel deutlich voneinander unterscheiden, wenn auch die Machart der Platte einen Bogen über das Werk spannt, sodass alles wie aus einem Guss scheint.
Deutlich sind zudem die Querverweise in die Diskografie der Gruppe hinein, speziell Reise, Reise (2004) findet sich Musikalisch und im Text an allen Ecken wieder. Auch lässt die inhaltliche Konstruktion einzelner Songs ihre tongewordenen älteren Geschwister nicht verkennen, sorgte auf Reise, Reise noch „Mein Teil“ über den Rotenburg-Kannibalen für Aufregung, wird in „Wiener Blut“ der Amstetten-Fall besungen.
Auch sonst scheut man sich erneut nicht, auf Kollisionskurs mit „den Anderen“ zu gehen: „Pussy“, die erste Single des Albums, handelt von Sextourismus und Prostitution, und in „Ich tu dir Weh“ werden masochistische Misshandlungen unverblümt poetisiert.
Kurz und knapp: Ein Rammstein-Album wie es im Buche steht, dennoch keine Stagnation. Die richtige Mischung aus Vorhersehbarkeit und Überraschung. Laut, böse und gewaltig hier, melancholisch und melodisch da, überall einfach Gut, wenn auch nicht geeignet für Moralapostel und Zeitgenossen mit schwachem Nervenkostüm, das ist „Liebe ist für alle da“.
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Es ist ja mal wieder einiges passiert in Sachen Musik, Dellé und Jan Delay haben Alben rausgehaun und eine Rammstein-Single verspricht im Hinblick auf den 16. Oktober auch bereits ein neues Hardrock-Opus. Nicht dass irgendetwas an mir vorübergegnagen wäre, aber manchmal hat man einfach anderes im Kopf als seine Gedanken in einen Spitzfindigen Text zu zwängen. Aber aus gegebenem Anlass möchte ich mich heute mal wieder als Tastenschinder verdingen. Ein Satz noch Vorweg: Nein, mein Musikgeschmack folgt nicht den Gesetzen der Logik.
Nun aber zum eigentlich Spannenden teil meines geistigen Ergusses, der sich dem (relativ) brandneuen Nena-Album „Made In Germany“ widmet. Nena selbst ist ja in musikalischer Hinsicht kein unbeschriebenes Blatt, und davon Zeugt auch die neue Platte. Der Sound ist gewohnt kratzbürstig ohne zu agressiv zu wirken und bewegt sich irgendwo zwischen verschiedenen Rock-Untergenres, Pop und dem stark in Mode gekommenen elektrisch-produzierten Einschlag den sich zurzeit sehr gut verkaufen lässt. Zwar fällt bald auf dass das Album, besonders gemessen an Nenas eigentlichem Können eine ganze Ecke überproduziert ist und dabei wirkt wie eine bunte Mischung aus MIA. und 2Raumwohnung, was aber ob der vor gute Laune sprühenden Vocals ehr angemessen und schlüssig scheint denn störend. Auch sickert zwischen den digital gezeugten Beatgeburten ein ums andere Mal Nenas Musikalische Vergangenheit durch, vieles klingt nach „das hab ich doch schonmal gehört…“ obwohl nichts selbstgecovert ist und insgesammt alles brandneu klingt. Allen voran muss in diesem Kontext der Song „Made In Germany“ zur Sprache kommen, der in besonderem Maße Autobiografische Züge aufweist, die sich mal mehr mal weniger unterschwellig durch die komplette Platte ziehen. Wer auf der Suche nach „seiner“ Nena ist, wird vielleicht ein bisschen suchen müssen, dennoch fällt dem geneigten Hörer insgesammt ein gute-laune Mittsing-Album in die Hände das zu besitzen sich durchaus lohnt angesichts einer vertrauten Musikerin die irgendwie Neue wege beschreitet und doch im Rahmen des Altbekannten bleibt.
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Er wechselt Musikstile wie andere Unterhosen: Die Rede ist natürlich von Jan Delay, Jan Eißfeld mit bürgerlichem Namen. Spätestens seit seiner Platte Mercedes Dance ist ehr auch ohne die Beginner, dafür aber mit seiner Band Disko Number One bekannt, damals mit Songs wie Feuer oder Türlich. Lange durfte man danach auf die Nächste Albumveröffentlichung warten, aber jetzt ist sie da: „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“ nennt es sich und hört sich auch so an. Da ich kein Soul- und Funkspezialist bin, muss meine Rezension an dieser Stelle leider etwas weniger Fachkundig ausfallen.
Das erste was beim hören auffällt, ist, mit wie viel Liebe zum Detail versucht wird, eine stimmige 80er-Disco-Atmosphäre auferstehen zu lassen, ein Ziel was am Ende ohne weiteres als erreicht angesehen werden kann. Die Arrangements der einzelnen Songs greifen durchaus bekannte Elemente einer mittlerweile Legendären Musikgeneration auf, ich persönlich habe mich unglaublich gefreut, nachdem ich endlich wusste, woran mich der Titel „Hoffnung“ erinnert, namentlich an nichts anderes als Hotel California. Bemerkenswert ist hierbei die Art und Weise, in der bekanntes und beliebtes zwar aufgegriffen, aber in keiner Weise kopiert wird. Das führt dazu, dass die platte insgesamt sehr original wirkt, die Bezeichnung „Hommage“ erscheint mir hier vollkommen gerechtfertigt.
Musikalisch wird eher versucht, mit weniger mehr zu erreichen. Die Arrangements sind recht gradlinig, was der Hörbarkeit und Eingänglichkeit des Ganzen durchaus zu Gute kommt und dazu führt, dass man den kleinen Finessen und Musikalischen Details leichter die ihnen gebührende Achtung zukommen lassen kann. Nichts desto Trotz bleibt das ganze eine Art von Musik, die bisweilen tanzbar und treibend ausfällt, an anderer Stelle auch als angenehm dahinplätschernde Hintergrundmusik taugt. Mein besonderer Favorit für ersteres ist eindeutig „Large“, ein Song von Selbstbewusstsein, der mit einer gewaltigen Portion guter Laune aus den Lautsprechern pumpt, ganz in der Manier der ersten Single „Oh Johnny“.
Zu den Texten bleibt zu sagen, dass Jan Delay hörbar aus der Rap-Schule kommt, anders lässt sich die Gewandtheit im Umgang mit der Deutschen Sprache und der allgegenwärtige beinahe saloppe Wortwitz kaum erklären. Inhaltlich schlägt er endgültig den wichtigen Bogen, der die Reanimation längst vergessener Musikhelden in einen Zusammenhang mit einer Aktualität bringt, die Musik heutzutage braucht, um nicht nur gut sondern auch beliebt zu sein.
Abschließend lässt sich festhalten, dass das Album für alle die, die auf 80er und Funk stehen ein muss ist, für diejenigen, die in der modernen Popmusik ihre Nische vergebens suchen, weil sie laut ihrer Kinder musikalisch „Aus dem vergangenen Jahrtausend“ stammen eine willkommene Abwechslung darstellt neben dem Einheitsbrei der zusehends die Radios heimsucht, und für alle Anhänger Deutscher Mainstream-Popkultur die erwartete und Würdige Nachfolgeplatte eines Deutschen Ausnahmekünstlers ist, der mit viel Hirneinsatz Musik macht.
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Nachdem Demab/Ear mit Boundzound ja schon vor einer ganzen Weile auf Solowegen wandelte und Peter Fox eiinschlug wie eine Bombe, lässt jetzt auch der dritte Seeedianer von sich hören. Seit gestern ist Frank Dellés erste Single zu haben, Pound Power nennt sich die Auskopplung aus dem Ende August erscheinenden Album „Before I Grow Old“. Gleich mal geladen, drei Songs und ein remix sind auf der Scheibe und das ganze hört sich sehr erfrischend an, irgendwei anders. Dabei sind die Wurzeln unverkennbar, „Reggae!!!“ schreit es an allen Ecken und Enden, und auch ein bisschen seeediger Danchall hat seinen Weg ins Silizium gefunden. Die Beats sind zu meist treibend und voller Mittelamerikanischer wärme, die Liedtexte versteht man erst nach dem 10. Hören annähernd komplett und irgendwie fällt es schwer die Musik objektiv zu bewerten. Außerdem ist auf der Platte eine gute Portion „New Dubby Conquerors“ was ein bisschen Nostalgisch stimmt. Für wahre Seeed-Fans ist das Teil Obligatorisch, für Freunde der Mittel- und Lateinamerikanischen Musik auf jeden Fall ein Reinhören wert, und schaden wird es keinem auch wenn der Anspruch hinter Dellés Musik ein ganz anderer ist als hinter Pierres.
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Wie man also hört, steht der Fortgang von Pierres Solokarriere zurzeit in den Sternen, bis auf Weiters keine Konzerte und ob es eine neue Scheibe gibt weiß man auch nicht. Immerhin werden die bereits angesagten Konzerte (die großteilig ausverkauft sind) auch stattfinden, was mich schließlich dazu getrieben hat, mir heute ein Ticket für Peter Fox bei „Ein Tag am See“ in Düren zuzulegen. Erstens, weil Peter Fox mit Cold Steel die Headliner sind, zweitens, weil Miss Platnum auch da sein wird (Und hoffentlich neben dem Duett der beiden „Come Marry Me“ von Chefa auch schon ein paar Songs des neuen Albums im Gepäck hat), drittens, weil Ich schon immer mal Thomas D live sehen wollte, viertens weil Dennis Lisks (Aka „Denyo“ bei den Beginnern, das sind die, aus denen auch Jan „Delay“ Eisfeld, zu der Zeit noch „Izy Ice“, hervorging) brandheiße Platte ziemlich coole Mucke enthält, fünftens, weil ich im Kreis Düren wohne und zu guter Letzt, weil es einen surprise-act geben soll über den bisher nur spekuliert werden kann. Freut euch auf das Review, die Party steigt am 29.08. Und Karten sind noch zu haben.
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Nachdem am Donnerstag der Gesetztesentwurf zu Internet-Sperren für kinderpornographische Seiten verabschiedet wurde, der bereits im Vorhinein als Missbrauchsanfällig kritisiert wurde, hat die Bayrische Kommision für Jugendschutz nun bereits den Antrag gestellt, die Website Gameware.at indizieren zu lassen. Dass es mit der vollkommenen Internetzensur so schnell geht, hätte ich nicht gedacht.
Außer Frage steht für mich zudem, dass diese Zensurwut keineswegs auf einer annähernden, geschweige denn ernsthaften Auseinandersetzung mit der Thematik beruht, sondern vielmehr auf einem Prinzip von „bekämpfe, was du nicht kennst“. Dieser Schritt darf in einem aufgeklärten Land, wie wir es zu sein den Anspruch erheben, nicht passieren. Er ist ein Armutszeugnis von Regierung und Opposition gleichermaßen, dem zu Folge ein unzeitgemäßer Kader von Politikern mit einer zunächst einmal vollkommen unbedrohlichen Sache wie dem Internet schlicht überfordert ist.
Für alle die, für die das Internet nicht die Personifikation des Bösen ist, ist spätestens jetzt ein Zeitpunkt gekommen, sich in Bewegung zu setzen. Es wäre sicherlich falsch, jetzt auf die Barrikaden zu gehen und Teilnahme an der Politik aus trotz zu verweigern. Vielmehr muss, wenn schon die Politik statt demokratischem Dialog lieber Wahlkampf für eine überschätze vor-Computer-Generation machen will, wenigstens die echte Gesellschaft demokratisch bleiben und eine Bereitschaft signalisieren, ihrerseits an einen Tisch zu kommen um dem Teil dieses Landes, der vor neuen Medien Angst hat, zu erklären, was ein Webbrowser ist, und das Youtube nicht erfunden wurde, um auf Schulhöfen Gewaltvideos zu verbeiten.
Unkommentiert hingegen möchte ich diese Darstellung stehen Lassen: http://cdu-bundestag.de/
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Hallo, ich bin Damien Hunt. Ich bin von Beruf Profisportler auf einer Stelle als Sportlerlegende. Ich verdiene 545 Kröten in der Stunde und bin so Sportlich, dass ich 10 Stunden Krafttraining am Stück machen kann, ohne dass ich auch nur im Geringsten müde wäre. Und über meinem Kopf schwebt ein seltsames grünes Objekt.
So stellt sich mein aktueller spielgefährte in EAs neustem Computerspiele-Hit „Die Sims 3″ vor. Ich spiele die Sims schon seit der ersten Version und wieder einmal ist es den Entwicklern gelungen, ohne das Rad neu zu erfinden, ein innovatives und generalüberholtes Pixelvergnügen auf meinen Bildschirm zu zaubern. Deutlich merkt man, dass man Die Sims spielt, und das ist auch gut so, selten hatte in meinen Augen eine Computerspielreihe so viel stringenz im spieldiedisgn wie die Simulation des wahren Lebens. Platz für Neuerungen blieb dennoch:
Das Gmeplay ist von vorne bis hinten überarbeitet worden, mit dem Ergebnis, dass nach einiger Eingewöhnungszeit das Spiel deutlich flüssiger von der Hand geht als ich es für ein Sims-Spiel jemals für möglich gehalten hätte. Zudem wartet das Spiel mit einigen neuen Features auf, allen voran die komplett bespielbare, dynamische Stadt ohne Übergänge. Hat man also einen Sim mit dem völlig neuen „Erstelle einen Sim“-Tool erstellt und ihn in ein schönes billiges Anfangshäusschen einquartiert lebt die ganze Stadt um einen herum mit: Sims in der Nachbarschaft werden geboren und sterben, sie heiraten und bekommen Kinder, Freund-und Feindschaften entwickeln sich auch ohne mein dazutun, alles fühlt sich viel echter an. Weiterhin lässt sich die Lebensspanne der Sims bestimmen und bis auf „epische“ 960(!) Sim-Tage herauf setzen. Insgesammt viele Neuerungen die dem Spiel eine neue Tiefe und Dauerspielbarkeit verleihen.
Auch was den Bau- und Einrichtungsmodus angeht, hat es Fortschritte gegeben. Allen voran das Design-Tool, mit dem sich nahezu jedem beliebigen Gegenstand jede beliebige Oberfläche in jeder beliebigen Farbe verleihen lässt. So ist das Repertoire an benutzbaren Möbelstücken zwar noch recht übersichtlich, bietet dem ambitionierten Häuslebauer jedoch ungeahnte Möglichkeiten, der Kreativität ihren Lauf zu lassen, bis hin zu hölzernen Grünen Autos, Orange gefliesten Fernsehern und Pinken, metallenen Bettdecken. Im Einrichtungs-Modus sind zudem die Gegenstände erstrangig nach Zimmerkategorien geordnet, was mir sehr zu Gute kommt, da ich meine Häuser Raum für Raum ausstatte. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass all die, die lieber die Gegenstandsarten nacheinander abgrasen, mit der etwas lieblosen Sortierung nach Funktionskategorien ihre Schwierigkeiten haben werden.Ein weiters nettes und sinnvolles Feature ist die Möglichkeit, Gegenstände um eine halbe Kachel versetzt zum Bodenraster sowie 45° gedreht zu platzieren.
Alle Änderungen und Neuerungen aufzuzählen wäre an dieser Stelle gewiss zu viel, zudem ich selber noch nicht alle gefunden habe, vieles sind kleine Details mit großer oder mittlerer Wirkung, es ist schnell klar, dass man mit Sims 3 an das bereits sehr ausgereifte Sims 2 nahtlos anknüpfen will. So fällt Sims 3 auch optisch eher weniger auf, was sich dann in den Systemspezifikationen niederschlägt: 2,4 GHz Prozessor und 1,5 GB RAM sowie 128 MB Grafikspeicher mit Pixelshader 2.0 reichen bereits aus um das Spiel flüssig zu spielen. Sinnvoll ist hier auch, dass man sich erstmals entschieden hat, eine einzelne Version für PC unt Mac zu veröffentlichen.
Schließlich komme ich nicht umhin zu sagen, dass 45 € ein ausgesprochen günstiger Einstiegspreis für ein mehr als zeitgemäßes Computerspiel sind und das EA auf die Empörung der Spieler nach dem SecuRom-Desaster von Spore reagierte, in dem sich Sims 3 ohne jede Form der Online-Registrierung spielen lässt und zur schnellen und unkomplizierten Instalation lediglich die eingabe des beiligenden Instalations-Keys vonnöten ist. Zu erwarten bleiben jetzt geschätze 4593 Addons mit noch mehr tollen Features, denn mit die Sims 3 ist ein weiters mal die Lebensuhr der wohl unterhaltsamsten Computerspielserie aller Zeiten auf null gesetzt worden. Lang lebe das grüne Objekt!
Mica
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