Danke, GW
Moinmoin!
Alle Tabletopper, die Warhammer oder Warhammer 40.000 spielen, haben sich sicherlich mehr als einmal über die stetig gestiegenen Preise beschwert. Jüngst war ich der Meinung, die Spitze des Eisberges sei erreicht, als Codizes bereits satte 20 Euro kosteten. Und die Preise für Miniaturen waren auch mal geringer. Jetzt aber kommt der nächste Hammer: Games Workshop kündigt auf seiner News-Site eine weitere Welle von Preiserhöhungen zum 29.09.2008 an. Vor allem Farben, Drucksachen und Metallminiaturen sollen teurer werden. Man spricht als Begründung in der Hauptsache von einer Verdopplung des Zinnpreises, einer Entwicklung, die Rohstoffspekulanten wahrscheinlich Freudentränen ins Gesicht treibt, uns Hobbyisten aber demnächst wohl leichenblass werden lassen wird. Hier ist die Preiserhöhung ja immerhin noch nachvollziehbar. Nichtsdestotroz stinkt die Sache nicht zu wenig, denn die Preise für Kunststoffminiaturen sollen konstant bleiben (Obwohl die zurückliegenden Ereignisse an den Erdölmärkten ja nicht minder bemerkenswert sind), da, so GW´s Aussage, die Produktionsmethoden für Kunststoffmodelle effektiver geworden sind.
In meinen Ohren klingt das vielmehr nach dem Versuch, die geneigte Spielerschaft hinzudrängen zu den sicherlich nicht ausschließlich nachteilhaften Kunststoffmodellen (Ich selber arbeite auch recht gerne mit ihnen), die aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine weitaus höhere Gewinnspanne bereithalten. Für alle Spieler, die Armeen wie Hexen- oder Dämonenjäger ins Feld führen, und die ihre Armeen noch erweitern, stellt diese Änderung bereits einen harten Schlag dar. Ebenfalls ist sie nicht weniger schwewiegend für alle Hobbyisten, die um der schönen Metallmodelle Willen in erster Linie viel Energie in die Bemalung investieren (Zinnmodelle sind einfach besser zu bemalen und am Ende schöner).
All jenen, die meine Befürchtung teilen, GW wolle unsere geliebten Metallminiaturen langsam aber sicher aus dem Sortiment drängen, ist die Ankündigung „…die Ausweitung [von GW´s] unseres Sortiments an Kunststoff-Bausätzen noch schneller voranzutreiben“, eine Hiobsbotschaft.
Insgesammt lässt Games Workshop in letzer Zeit eine Politik durchblicken, die mit Spielerfreundlichkeit nicht mehr viel gemeinsam hat. Der White Dwarf etwa ist vom informativen Insidermagazin zu einem Selbstbeweihräucherungsblatt geworden, eine neue Armee ist übermächtiger als die letzte und der Gamesday hat auch, allein beim Golden Deamon, an Klasse verloren. Apokalypse ermutigt Spieler, irrsinnig große Armeen zu kaufen und Wer in GW-Läden mit Nicht-GW-Farben gesichtet wird, fällt leicht in Ungnade.
Alles in Allem bleibt bei mir der bittere Geschmack, der Auftritt, wenn eine Firma merkt, dass sie eine Monopolstellung eingenommen hat, und dann exzessiv davon gebrauch macht. Und die aktuelle Meldung trängt nicht dazu bei, diesen Geschmack los zu werden.
Link zur Games Workshop Newssite mit der Meldung zur Preiserhöhung
See Ya
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