Bumm!
Ich zitiere zum zweiten Mal: „Es kommt erst raus wenns knallt, und knallen muss es (und wird es auch,
sonst hätte ich gar nicht anfangen brauchen)“ Geneint ist das Album von Peter Fox. Und es knallt, es kanllt lauter als man hoffen durfte (und man durfte ja viel hoffen). Meiner bescheidenen Meinung nach ist „Stadtaffe“ zunächst einmal das Deutsche Album des Jahres, und muss sich, was musikalische und künstlerische Qualität betrifft, keineswegs vor einem Internationalen Vergleich scheuen.
Allerdings glaube ich nicht, dass das Album einen Vergleich überhaupt nötig hat. Am besten ist es wohl für sich betrachtet:
Wenn man den Grad das Knallens auf einer Skala von 1 bis 10 messen wollte, bewegt sich jedes Lied zwischen 9,5 und unendlich. Die beiden bisher erschienen Singles „Alles Neu“ und „Haus am See“ sind sehr solide und wunderbar zu hören. „Fieber“ (Pierres erstes Solo-Lied) und „Ich Steine, Du Steine“ kommen nach dem fünften mal nicht mehr so geil an, der Rest spottet meiner Meinung nach jeder Beschreibung, im positiven Sinne. Gerade „Zucker“, „Der Letzte Tag“, „Stadtdaffe“ , „Schüttel deinen Speck“ und „Lok auf 2 Beinen“ (Mein Lieblingslied, mit winzigem Vorsprung vor dem Rest) sind schlichtweg immer wieder zu hören und werden jedesmal besser. „Schwarz zu Blau“ könnte ohne Weiteres zum Live Hit werden, weil man dazu neigt, ohne es zu merken den Refrain laut mit zu singen und „Das Zweite Gesicht“ und „Kopf Verlorn“, die von der Machart her, ebenso wie „Schwarz zu Blau“ einen, Thematisch wie Musikalisch, ehr rauen Ton anschlägt wirken einfach sehr intelligent und gefeilt.
Nach den Einzelliedern fällt auch auf, das sich das ganze Album am Besten am Stück präsentiert, denn der rote Faden „Stadtaffe“ verbindet alle Songs mal dezent mal offensichtlich aber nie künstlich.
Schließlich bleibt fest zu stellen, das Peter Fox bei Seeed gelernt hat, aber dass Seeed nicht Peter Fox ist. Deutlich ist, was Pete und Seeed verbindet, genau so deutlich, die ganz eigene Art des Stadtaffen. Das gilt für die Texte, mehr aber für den Beat: Ohne Frage zu 90% tanzbar und immer noch den Dancehall-Sound der bei Seeed als pünktchen auf dem Reggae-i so sehr eingeschlagen ist („Ding“,“Schwinger“). Dazu die beste Entscheidung, und zwar die, die Finger vom Sampler zu lassen und gleich ein ganzes Orchester auf zu nehmen, weswegen die Instrumentals auf der Bonus-Track-Edition auch nicht weniger zünden und nicht weniger hörenswert als ihre vertexteten Geschweister sind.
Achso: Einen Bonus-Punkt habe ich noch: Alles auf Deutsch, Daumen hoch!
Fazit: Wer sich die Platte nicht holt verpasst ein richtig dickes Ding, ober nun S3ed-Fan ist oder nicht.
Lasst knallen!

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Ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen, das Album ist der Knaller geworden den ich mir erhofft hatte. Freu mich schon auf den 10.12. ihn dann in Hamburg live zu sehen . Gruß Spank
spanksen - Montag, 29. September 2008 at 08:34