Das Ende des Webs
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Von Superstars und Natrium

Über den Themenkomplex Fernsehn als Idolfabrik lässt sich ja in epischer Breite lamentieren. Meistens ist aber die Absurdität der einzelnen Vorfälle gerade so groß, dass sie eine genauere Betrachtung kaum Wert sind. Anders das, was sich Deutschland gerade von seinem designierten Superstar Annemarie anhören durfte. Auf ihrem Heimatbesuch brach das Blondchen mit dem richtigen Händchen für Schlagzeilenmache plötzlich aus unbekanntem Grund zusammen. Als selbst Unmengen von Traubenzucker nicht weiterhalfen, musst schließlich sogar der Notartzt gerufen werden, der dann auch, der fachkundigen Aussage der RTL-Moderation zu Folge, eine Infusion und Spritzen verabreichte. Schließlich gab der Notartzt dann sein OK für Annemaries Auftritt.

Den eigentliche Beweis für die These, dass eben nicht alle Blondinen als Gegenbeweis für ihr Klischee taugen, lieferte kurz zuvor das Interview mit ihr, betreffs ihres Befindens im Hinblick auf den heutigen Auftritt. Gut ginge es Ihr ja immer noch nicht, mental sei sie zwar wieder auf dem Damm, aber sie leide unter Bauchschmerzen, denn ihr Körper müsse ja das Natrium der Kochsalz-Infusion abbauen. Hat sich in diesem Moment noch jemand mit der flachen Hand vor die Stirn geschlagen, so schreibe er das bitte in die Comments. Allen, die nicht wissen, warum sie sollten, sei Folgendes erklärt:

Ein halber Liter Kochsalzinfusion , also 500ml enthällt 0,9 % Natriumchlorid (Das ist das gleiche Zeug, was wir allsonntäglich auf unser Frühstücksei streuen, in Wasser zerfällt es zu Natrium und Chlorid). In Gramm sind das 4,5g. Der menschliche Körper enthält (Wenn man von hierbei von Annemaries zierlicher Statur ausgeht) etwa 150 g an Salz, von denen Täglich 3g ersetzt werden müssen. Das ändert sich, sobald sich der Körper in Ausnahmesituationen wie etwa einer Krankheit befindet, was auch für Annemarie gelten dürfte, dahin, dass bis zu 20 g Kochsalz pro Tag zusätzlich beötigt werden können. Nur zum Vergleich, trotz des normalen Tagesbedarfs von 3g liegt der Durchschnittliche per Capita Konsum in Deutschland bei über 10g! Sollte also jemand permanent unter Bauschmerzen leiden, wissen wir jetzt, was er tun kann: Weniger Natrium intravenös!

2 Responses to “Von Superstars und Natrium”

  1. naja.. ich find trotzdem sie macht einen guten job. möchte mich nicht so einem proll-diktat von d.boh. aussetzen müssen.

  2. Chemie-LK lässt grüßen! ;P


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