Das Ende des Webs
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Das Ende?

Eben nicht. The E.N.D. ist lediglich die Abkürzung für den ausgesprochen klangvollen Albumtitel „The Energy Never Dies“, und gewisser Maßen programatisch. Einen Weg, auf den sich Ende letzten Jahres bereits Kanye West mit seinem Aktuellen Werk „808s & Heartbeat“ begeban hat, beschreiten nun auch die Black Eyed Peas, um die es ja auch lange Zeit recht still war. Der gleiche Weg deshalb, weil auch auf The E.N.D eine Bewegung hin zu präzisen, kühlen Arrangements und treibenden Elektrobeats nicht verkennbar ist. Wenig sparsam wird daneben auch mit Stimmodulation umgegangen, die Musik hört sich insgesammt sehr nach Computer an, und zwar nach der Sorte, vor der Leute mit viel Ahnung von guter Musik sitzen. Die Titel während dessen sind durchweg Tanzbar und machen beim hören einfach Spaß, das Album ist bereits beim ersten hören eingängig und ausgesprochen gefällig, ob im Auto, im iPod oder auf der heimischen Stereoanlage, egal ob auf Anschlag oder halb im Hintergrund.

Besonders gut gefällt mir die erste Single der Platte, „Boom Boom Pow“, die die Revolution im Musikrepertoire der BEPs einleutet, „Party All Night“ ist zurzeit mein neuer Ohrwurm. Weiterhin fällt auf, das die Musik auch durchaus aus Bahnen ausbricht, einzelne Titel wuchern in punkig-rockige Genre-Gefilde aus, bestes Beispiel ist etwa „Now Generation“. Andere Titel hingegen sind irgendwo zwischen Experimentell und speziell ein zu ordnen, vorne weg „Electric City“, das Album wirkt mit dieser bunten Mischung recht offen, mein weiß eigentlich nicht, wie sich denn der nächste Titel anhören wird, und im Shuffle Mode kann das Album praktisch unbegrenzt oft Laufen, Langeweile oder Überdruß werden kaum aufkommen.

Alles in allem eine gelungene Platte wie ich finde, gefällig, unterhaltsam und eingängig, für jede Gelegenheit zu gebrauchen. Gleichsam ist The E.N.D aber eine klare Ansage an und vor allem gegen die Konventionen von Genres, ein Phänomen was mir in letzer Zeit öfter auffällt und was mit sicherheit einigen Gewohnheitshörern ein Dorn im Auge, pardon, Ohr sein wird. Klare Kaufempfehlung zumindest für alle die ohne Bindung an bestimmte Stilrichtungen einfach nur eine gute Platte suchen. Eines Urteils für BEP-Fans enthalte ich mich, da mir leider zum Musikalischen Stammbaum der Truppe ein wenig Vorwissen fehlt, schaden kann das Album nach meinem Empfind aber niemandem.

Alles Gute
Mica

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