Diagnose: Nicht Therapierbar
Die lässt sich auf jeden fall für den recht plötzlich aus der Versenkung aufgetauchten Eminem stellen, und dafür muss man noch nicht einmal Arzt sein, nein, Relapse, seine neue Platte zu hören reicht aus. Neu sind auf jeden Fall die Songs, wenn man sie einmal verstanden hat durchweg als Eminem-eigen unverkennbar mit der gewohnten Mischung aus Zynismus, Gesellschaftskritik, Selbstverherrlichung und Witz. Ansonsten schließt sich das Album praktisch nahtlos an die Reihe seiner hochkarätigen Vorgänger an. Alles ist so wie es sein soll und das macht das Album einfach gut.
Nachdem zwei Singles, „We Made You“ und „Crack a Bottle“ bereits draußen sind, liefert das Album 13 weitere Titel irgendwo zwischen *anerkenndem Kopfnicken mit erfürchtig geschürzten Lippen* und BAAAAAAAM!, dazu 4 skits die das ganze in eine Rahmengeschichte von Medikamentensucht, Schizophrenie, Gewaltverbrechen und Knallhartem Musikbusiness betten. Ein gelungener Radschlag über typische Eminem-Themen die als Garant für ein wirklich hochkarätiges Rap-Album auf zwei CDs wie ein Fels in der Brandung jeglicher Kritik stehen. Für Fans wie interessierte ein Muss, für durchschnittshörer durchaus unbekömmlich fällt mir hierzu als Fazit ein. Sicherlich eine der ganz großen Rap-Platten aber ohne jegliche Pop-Ambitionen.
Haut Rein
Mica
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