Das Ende des Webs
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Digital Natives holen zum Gegenschlag aus!

Nachdem am Donnerstag der Gesetztesentwurf zu Internet-Sperren für kinderpornographische Seiten verabschiedet wurde, der bereits im Vorhinein als Missbrauchsanfällig kritisiert wurde, hat die Bayrische Kommision für Jugendschutz nun bereits den Antrag gestellt, die Website Gameware.at indizieren zu lassen. Dass es mit der vollkommenen Internetzensur so schnell geht, hätte ich nicht gedacht.

Außer Frage steht für mich zudem, dass diese Zensurwut keineswegs auf einer annähernden, geschweige denn ernsthaften Auseinandersetzung mit der Thematik beruht, sondern vielmehr auf einem Prinzip von „bekämpfe, was du nicht kennst“. Dieser Schritt darf in einem aufgeklärten Land, wie wir es zu sein den Anspruch erheben, nicht passieren. Er ist ein Armutszeugnis von Regierung und Opposition gleichermaßen, dem zu Folge ein unzeitgemäßer Kader von Politikern mit einer zunächst einmal vollkommen unbedrohlichen Sache wie dem Internet schlicht überfordert ist.

Für alle die, für die das Internet nicht die Personifikation des Bösen ist, ist spätestens jetzt ein Zeitpunkt gekommen, sich in Bewegung zu setzen. Es wäre sicherlich falsch, jetzt auf die Barrikaden zu gehen und Teilnahme an der Politik aus trotz zu verweigern. Vielmehr muss, wenn schon die Politik statt demokratischem Dialog lieber Wahlkampf für eine überschätze vor-Computer-Generation machen will, wenigstens die echte Gesellschaft demokratisch bleiben und eine Bereitschaft signalisieren, ihrerseits an einen Tisch zu kommen um dem Teil dieses Landes, der vor neuen Medien Angst hat, zu erklären, was ein Webbrowser ist, und das Youtube nicht erfunden wurde, um auf Schulhöfen Gewaltvideos zu verbeiten.

Unkommentiert hingegen möchte ich diese Darstellung stehen Lassen: http://cdu-bundestag.de/

One Response to “Digital Natives holen zum Gegenschlag aus!”

  1. Ein Grund mehr der Piratenpartei beizutreten oder ihr bei den Wahlen eine Stimme zu geben. Ich hab die Schnauze langsam voll hier. Diese Zensurwut, wie du es sehr schön ausgedrückt hast, nimmt langsam sehr bedrohliche Formen an. Man muss bedenken, dass ein totalitärer Staat wie China, ähnliche Zensurmethoden einsetzt, wie wir sie planen. Stasi 2.0 sag ich da nur.
    Am besten erstmal die Petition gegen das Verbot von Actionspielen mitzeichnen.
    Mir persönlich reicht das noch nicht, da die Herren und Damen Politiker sich eh einen feuchten Dreck darum scheren was wir denken. Dementsprechend werde ich nun den Jugend-Piraten beitreten und die Piratenpartei auf jedem Wahlzettel ankreuzen der mir demnächst unterkommt.
    mfg,
    Christian


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